Umschulung zum Altenpfleger / zur Altenpflegerin

Hallo liebe Leser*innen,

mein Name ist Severin. Ich bin Gesundheits- und Krankenpflegerin aus Leidenschaft und im ZBI für die Koordination der Ausbildung und Umschulung zur Altenpflege, oder moderner ausgedrückt, für die generalistische Ausbildung zuständig.

 

Was spricht eigentlich für den Pflegeberuf?

Fakt ist: Die Pflegeausbildung in der außerklinischen Intensivpflege ist herausfordernd und bewegend.

Du suchst eine sinnstiftende und soziale Ausbildung?

Du hast den Wunsch nach Selbstverwirklichung und möchtest deine Ideen und Anregungen mit einbringen?

Dir sind Teamarbeit, Sicherheit, Vielseitigkeit, Herausforderung und selbstständiges Arbeiten wichtig?

Dann ist eine Umschulung zum Altenpfleger / zur Altenpflegerin genau das Richtige für dich!

 

Der Gewinn neuer Auszubildender in der Pflege ist schwer und benötigt ein Umdenken!

Häufig verspürt man noch in der Gesellschaft ein fehlendes Bewusstsein, vielleicht sogar fehlendes Interesse,  gegenüber der Vielfältigkeit der Aufgaben einer Pflegefachkraft (oder auch Pflegefachmann und Pflegefachfrau) und den Auswirkungen des Pflegenotstandes. Ja, es mangelt erheblich an Nachwuchskräften. Für viele Schulabgänger scheint der Pflegeberuf unattraktiv und junge Menschen zieht es beruflich nach der Schulzeit vorrangig nicht in die Pflege, besonders nicht in die Altenpflege. Häufig kennen die jungen Menschen nur sehr wenige Berufe, meist die der Eltern oder weiteren Familienmitgliedern und besonders diese mit denen sie viele Jahre Kontakt hatten wie z.B. Erzieher oder Lehrer.

Ein Quereinstieg als Altenpfleger ist möglich

So ist diese Profession schon fast einer der klassischen Umschulungsberufe für einen Quereinstieg geworden. Ein nicht unbeträchtlicher Teil unserer Auszubildenden hat sich in den letzten Jahren auch auf Initiative der Arbeitsagentur für eine Umschulung in der Altenpflege entschieden. Das war nicht immer unproblematisch, benötigt man doch auch als QuereinsteigerIn das gewisse Etwas zur Ausübung des Pflegeberufes. So sind die Anforderungen an einen Handwerksberuf doch augenscheinlich konträr zur Pflege. Mein Stichwort ist hier Empathievermögen. Ich habe auch viele junge Auszubildende betreut, die innerhalb der Familie, häufig waren es Oma oder Opa, eine Laienpflege übernommen haben. Das verleitet Sie dazu ihre Erfahrungen als Indikator zur Berufswahl zu nutzen. Aber, kann ich einem fremden Menschen die gleiche Empathie entgegenbringen? Ich empfehle jedem eine Hospitation oder ein Praktikum vor der Bewerbung, um erste Einblicke zu gewinnen. Horcht tief in euch hinein. Pflege ist mehr als ein Beruf, nach wie vor! Ob MaurerIn oder LaienpflegerIn, stimmt die Empathie, ist ein Quereinstieg in der Altenpflege möglich und sinnvoll.

Für mich stand damals schnell fest, dass ich einmal die Berufsausbildung zur Krankenschwester machen werde und bekam dafür von meinem privaten Umfeld viel Anerkennung. Durch einen familiären Schicksalsschlag wurde ich umso mehr darin bestätigt, wie bedeutsam meine Berufswahl ist und das gab mir ein gutes Gefühl. Wenn ich aber heute sage, dass ich Krankenschwester bin, dann wird oft gesagt „Na das könnte ich aber nicht.“ und da habe ich noch gar nicht von meinem spezialisierten Fachgebiet, den Herausforderungen aber auch von den spannenden und interessanten Wegen mit den Klienten berichtet. Also merkte ich schnell, dass wir besonders den jungen Generationen bewusst machen müssen, dass die Bandbreite an beruflicher Perspektiven, an Weiterbildungsmöglichkeiten in der Pflege groß ist. Wir müssen ihre Begeisterung und Leidenschaft  durch Aufklärung, Informationen und Ausräumen des negativen Images wecken.

Der Pflegeberuf ist in der Gesellschaft nicht gut angesehen?

Das ist absolut überholt und typisches Klischee. Besonders aktuell durch die Pandemie und der medialen Präsenz rückte der Pflegeberuf zunehmend wieder in den Fokus. Das Berufsfeld wird wieder als zu wertschätzende und verantwortungsbewusste Berufstätigkeit wahrgenommen. Natürlich bringt der Beruf in der Pflege, wie jeder andere Beruf auch, seinen Vorteil sowie Nachteil mit sich.

Um aber dem Pflegenotstand in Deutschland entgegenzuwirken, freie Stellen in der Pflege zu besetzen und somit auch dem demografischen Wandel adäquat zu begegnen, bedarf es dringend Nachwuchs.

 

Praxisanleiterin erklärt Stethoskop

Abb. 1 Pflege ist mehr als nur Körperpflege

 

Warum haben sich dennoch Auszubildende für eine Ausbildung bzw. Umschulung zum Altenpfleger entschieden?

Aussagen unserer Auszubildenden und Umschüler*innen in der Altenpflege:

„Ich habe nach der Schule die Ausbildung zum KFZ-Mechaniker gemacht. Der Beruf an sich ist ja nicht schlecht. Aber er hat mich auch nicht wirklich ausgefüllt. Ich empfinde die Arbeit mit Menschen und zu Pflegenden weitaus erfüllender. Man kann positive Entwicklungen am Bewohner und auch an sich selbst feststellen“. (André, 4.Ausbildungsjahr, berufsbegleitende Ausbildung)

„Für mich war es beschlossene Sache. Ich gehe in die Pflege. Ich will anderen Pflegebedürftigen dieselbe Zuwendung zukommen lassen, wie die damaligen Schwestern meiner Oma haben zukommen lassen.“ (Josephine, 4.Ausbildungsjahr, berufsbegleitende Ausbildung)

„Mein Wunsch im Gesundheitswesen zu arbeiten, hatte ich schon im Grundschulalter. Ich war viele Jahre in der AG „Junger Sanitäter“. Nach meinem Abschluss konnte ich nicht Krankenschwester werden, da ich erst 16 Jahre alt war. Eine Ausbildung zur Altenpflegerin lehnt meine Familie ab, da die Meinung über diesen Beruf sehr negativ war. Ich wählte die Arzthelferin und nach der Ausbildung übte ich diesen 8 Jahre aus. Ich fühlte mich dann nicht mehr ausgelastet, langweilte mich und dachte über eine berufliche Veränderung nach. Da ich meinen Sohn viele Jahre gepflegt habe, brachte mich mein Freundeskreis auf die Idee, in die Pflege zu gehen. Also wurde ich Pflegehelferin und übte diesen 13 Jahre aus und mache jetzt meine Umschulung zur Altenpflegerin.“ (Sandra, 4.Ausbildungsjahr, berufsbegleitende Ausbildung)

„Mein Wunsch, in der Altenpflege zu arbeiten, hat sich nach meiner Elternzeit entwickelt. Ich war durch meine, damals noch kleine, Tochter nicht mehr in der Lage, in meinem zuerst erlernten Beruf (Restaurantfachfrau) zu arbeiten. Allerdings habe ich schon während meiner ersten Ausbildung gemerkt, dass ich sehr gut mit alten und kranken Menschen arbeiten kann (ich lernte in einer Kurklinik). Also entschloss ich mich, den Grundkurs zum Pflegeassistenten zu machen und mache nun die berufsbegleitende Umschulung zur Altenpflegerin.“ (Daniela, 3.Ausbildungsjahr, berufsbegleitende Ausbildung)

 

Welche Kompetenzen sollte man als Altenpfleger/in mitbringen?

Besonders wichtig sind soziale Kompetenzen, wie Kontaktfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Einfühlungsvermögen und Kommunikationsstärke. Angehende Auszubildende sollten körperlich und geistig belastbar sein und auch unter Stress einen kühlen Kopf bewahren können. Wir wünschen uns von unseren Auszubildenden, dass sie interessiert, motiviert und vor allem zuverlässigkeit sind.

„Empathie und Menschlichkeit ist in meinen Augen eins der wichtigsten Dinge, die man für diesen Beruf haben sollte. Hat man das nicht, dann ist die Arbeit in einem Pflegeberuf vermutlich nicht die beste Wahl.“ (André, 4.Ausbildungsjahr, berufsbegleitende Ausbildung)

Ganz wichtig: Empathie!!! Ohne Empathie kann man keine gute Pflege durchführen. Es wirkt dann eher mechanisch und Pflege sollte allem voran menschlich sein. Fachwissen kann man sich aneignen. Empathie kann man nicht lernen.“ (Josephine, 4.Ausbildungsjahr, berufsbegleitende Ausbildung)

Ganz wichtig finde ich Empathie, ohne dies kann man keine gute Pflege leisten. Verantwortungsbewusstsein und Respekt steht auch im Vordergrund.“ (Sandra, 4.Ausbildungsjahr, berufsbegleitende Ausbildung)

Empathie würde ich als wichtigste Eigenschaft einer Pflegefachkraft einschätzen und sich selbst nicht so im Vordergrund seiner Handlungen sehen. Persönliche Eigenschaften wie Belastbarkeit und Flexibilität, Optimismus und gute Laune, denn kein Kunde guckt gern in ein leidendes Gesicht.“ (Swantje, 3.Ausbildungsjahr, Vollzeit Ausbildung)

Jeder der in die Pflege geht sollte JEDEN Klienten so behandeln wie sie später selbst einmal versorgt werden möchten. (Madelaine, 3.Ausbildungsjahr, berufsbegleitende Ausbildung)

 

Welchen Berufszweig bildet das ZBI aus?

Der Pflegeberuf hat sich in den letzten Jahren verändert und dementsprechend wurde die Pflegeausbildung neu ausgerichtet. Bisher haben wir ausschließlich die Ausbildung / Umschulung zum Altenpfleger / zur Altenpflegerin in Vollzeit oder berufsbegleitend angeboten. Einige unserer Auszubildenden brachten den Mut auf, während ihrer Ausbildung / Umschulung den Ausbildungsbetrieb zu wechseln. Sie kamen auf Empfehlung von Mitschüler*innen ihrer Berufsfachschule oder, weil sie in ihrem Ausbildungsbetrieb unglücklich waren.

Seit dem 01.01.2020 bilden wir nun parallel  mit dem generalistischen Abschluss Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner aus, welche die bisherigen Ausbildungen zum Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger ersetzen. Das bedeutet, dass nur noch die Pflegeausbildung nach dem neuen Pflegeberufegesetz begonnen werden. Hierbei handelt es sich aber nicht nur um eine Integration von ehemals drei unterschiedlichen Wegen der pflegerischen Berufsausbildung, sondern auch um eine grundlegende Definition von Pflege.

Unsere Angebote findest du auf https://zbi-gruppe.com/jobs.

Was ist nun anders?

Das Ziel der generalistischen Ausbildung ist es, den Pflegefachkräften mehr Flexibilität und dadurch mehr Karrierechancen zu ermöglichen.

Durch die neue, zeitgemäße Pflegeausbildung sollen die Auszubildenden optimal auf die steigenden und immer umfassenderen Anforderungen in der Pflege vorbereitet werden. Ihnen soll die erforderlichen Kompetenzen und Fähigkeiten vermittelt werden, die die Auszubildenden befähigen, selbstständig und umfassend die Pflege und Betreuung von Menschen aller Altersstufen in akuten und dauerhaften stationären sowie ambulanten Pflegesituationen durchzuführen. Somit können sie überall in der Pflege eingesetzt werden und sie haben noch mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt, weil es mehr Einsatzmöglichkeiten gibt.

Was ist noch neu? Die einheitliche Pflegeausbildung wird im gesamten EU-Ausland anerkannt und ermöglicht den Nachwuchskräften eine EU weite berufliche Mobilität. Sie können im Anschluss an die Ausbildung ein Pflegestudium beginnen und das Schulgeld wurde flächendeckend abgeschafft.

Wir sehen aber auch Nachteile, besonders in der Altenpflege könnte sich durch die Flexibilität der Pflegefachmänner / Pflegefachfrauen die Personalsituation verschlechtern und somit zu einer Zuspitzung vom Pflegenotstand führen. Es bedarf hier weiterer Unterstützung und Förderung der betreffenden Pflegedienste und Pflegeeinrichtungen.

Wie sich das Konzept der Generalistik aber grundsätzlich bewährt, wird die Zukunft zeigen.

In die Pflege zu gehen und meine persönliche Motivation gehören zusammen. Der Wunsch Menschen zu helfen und für sie da zu sein, war schon immer da. Der Wunsch im Krankenhaus zu arbeiten war bis vor über 1 Jahr noch sehr groß, seit dem ZBI gibt es ihn nicht mehr. (Sandra, 4.Ausbildungsjahr, berufsbegleitende Ausbildung)

 

Warum bildet das ZBI aus?

Als Fachpflegeanbieter war es uns stets sehr wichtig, unser umfangreiches Fachwissen an alle Interessierten weiterzureichen und die Pflegelandschaft etwas besser zu gestalten. 2010 haben wir uns dazu entschieden, auch angehende Pflegefachkräfte auszubilden und sind seither anerkannter Ausbildungsbetrieb. Unsere Nachwuchskräfte erhalten im Rahmen der Pflegeausbildung die Möglichkeit, sämtliche fachpflegerische Kenntnisse und Fertigkeiten in den Fachbereichen der außerklinischen Beatmungspflege und die Versorgung von Menschen mit neurologischen sowie neuromuskulären Erkrankungen zu erlernen.

Grundsätzlich ist die Zusammenarbeit mit den Auszubildenden für uns alle im ZBI in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung. Wir bleiben fachlich stets auf dem Laufenden, uns werden neue Sichtweisen geboten und wir erleben mit, wie sich aus den Azubis echte Pflegefachkräfte entwickeln.

Natürlich freut es uns am Ausbildungsende umso mehr, wenn unsere Auszubildenden nach ihrer Ausbildung bei uns bleiben. In diesem Jahr haben wir 7 von 8 Auszubildenden übernommen und weisen somit eine hohe Übernahmequote auf.

Glückwünsche zur bestandenen Prüfung

Abb. 2 Verabschiedung der Auszubildenden und gleichzeitig ein herzliches Willkommen heißen an unsere neuen Fachkräfte

Wann startet die Ausbildung?

Die Ausbildung startet jährlich zum 1.April und zum 1.Oktober.

 

Wie läuft die theoretische Ausbildung ab?

Die Ausbildung findet im Blocksystem statt. Das bedeutet, dass die Theorie- und Praxisblöcke sich abwechseln.

Wir arbeiten seit vielen Jahren mit unseren Pflegeschulen zusammen und wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können. Natürlich ist die Pflegeausbildung kein Zuckerschlecken! Man muss wahnsinnig viel lernen und ohne theoretischen Fleiß, kein Preis – und ohne Fachwissen kein Examen. Während der theoretischen Ausbildung wirst du auf moderne Lernmethoden treffen, sowie auf eine Mischung aus frontalem und interaktivem Unterricht. In sogenannten Skills Labs haben die Auszubildenden vorab die Möglichkeit, das Erlernte praktisch auszuprobieren. Besonders erwähnenswert ist, dass der erste Praxiseinsatz für neue Auszubildende mit einer Anleitungswoche startet.

Es ist schon ein Unterschied, ob man in jungen Jahren lernt oder im mittleren Alter nochmal neu anfängt. Nichtsdestotrotz habe ich meine Entscheidung bisher nicht bereut. (Daniela, 3.Ausbildungsjahr, berufsbegleitende Ausbildung) 

Lernort Praxis

Während der gesamten Ausbildungszeit lernen die Auszubildenden verschiedene praktische Lernorte kennen. Neben dem ZBI wird auch bei weiteren Kooperationspartnern ausgebildet, wie zum Beispiel im Krankenhaus, in der stationären Langzeitpflege, der ambulanten Langzeitpflege, in der Pädiatrie und Psychiatrie. Aber einen wesentlichen Teil der Ausbildung, mit 1300 Stunden, wird im ZBI verbracht.

Besonders in der Zeit der praktisch geforderten Außeneinsätze ist uns die Kontaktpflege zu unseren Auszubildenden sehr wichtig. Sie sollen wissen, dass sie nach wie vor ein Teil der ZBI-Gruppe sind!

Im ZBI hat jeder Auszubildende die Chance sich eine Menge an Fachwissen anzueignen. Unser individueller Ausbildungsplan konkretisiert die Lernziele. Da wir mit vielen verschiedenen Berufsgruppen zusammenarbeiten, können die Auszubildenden beim Atmungstherapeut*innen, im Wundmanagement aber auch bei unserem Therapeutenteam hospitieren. Das wird von unseren Auszubildenden immer als sehr lehrreich kommentiert. So ist das ZBI ein besonderer Ort des Lernens.

Zwei Mitarbeitern arbeiten neue Kollegen ein

Abb. 3 alle Berufsgruppen beteiligen sich am Ausbildungsauftrag, hier: u.a. Atmungs- und Wundtherapeut

 

Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?

Wir zahlen unseren Auszubildenden eine attraktive Ausbildungsvergütung von:

  1. Ausbildungsjahr: EUR 1.150,-
  2. Ausbildungsjahr: EUR 1.250,-
  3. Ausbildungsjahr: EUR 1.350,-

 

Was macht das ZBI als Ausbildungsbetrieb so besonders?

Wir sind der Überzeugung das jede*r, die/der einen Beruf erlernt, eine gute Ausbildung verdient hat! Damit aber eine Ausbildung optimal gelingt, sind klare Strukturen und feste Ansprechpartner*innen wichtig und versprechen Sicherheit und Unterstützung in der Ausbildung.

Seit Ende 2014 bin ich in der ZBI-Gruppe in der Rolle der Ausbildungsleitung tätig und sehe, dass gute Ausbildungsbedingungen Träger für den Erfolg sind. Ich stehe den Auszubildenden während ihrer gesamten Ausbildungszeit jederzeit zur Seite und behalte den Überblick über ihren Ausbildungsverlauf.

Unsere Auszubildenden sollen als erwachsene Persönlichkeiten und nicht als Kinder wahrgenommen werden. Sprüche wie, “Lehrjahre sind keine Herrenjahre!” sind keine Hilfe.

In den Jahren hat sich der Zuwachs an Auszubildenden im ZBI enorm gesteigert. Wir sind stolz auf jede*n Einzelne*n!

Ich arbeite jetzt seit zwei Jahren im ZBI. Nach einem etwas stolprigen Start, fühle ich mich nun pudelwohl. …ich weiß, dass meine Praxisanleiterin, meine Kollegen, die Stabsstellen (vor allem Neurocare) und alle anderen mir mit Rat, Tat und vor allem viel „Mut-zu-sprechen“ zur Seite stehen. Ich bereue den Wechsel ins ZBI absolut nicht. Ich darf endlich wieder die Pflege durchführen, die ich mir immer gewünscht und vorgestellt habe. Ich habe ein super liebes Team und ganz tolle Angehörige. (Josephine, 4.Ausbildungsjahr, berufsbegleitende Ausbildung)

In der Altenpflegeeinrichtung, in der ich vor dem ZBI gearbeitet habe, war man leider sehr auf sich allein gestellt als Azubi. Man musste nach einer gewissen Einarbeitungszeit allein laufen und arbeiten. Ich habe dann vom ZBI durch eine Mitschülerin erfahren und habe mich dann im ZBI beworben, da ich im ZBI so ausgebildet werde, wie ich es mir gewünscht habe. (André, 4.Ausbildungsjahr, berufsbegleitende Ausbildung)

 

Welchen Stellenwert hat die Ausbildung für das ZBI?

Mit der neuen Pflegeausbildung gibt es auch eine verbindliche Vorgabe zum Umfang der Praxisanleitung. Das begrüßen wir sehr – denn es bedeutet, dass mindestens 10% der praktischen Ausbildung als Anleitungszeit mit der*m Praxisanleitenden stattfinden muss. Dabei handelt es sich um eine geplante und strukturierte Anleitung. Wir bieten jeder*m unserer Auszubildenden, egal welche Ausbildungsform sog. PAL-Tage an, diese werden bereits bei der Erstellung des Dienstplanes berücksichtigt und unsere Praxisanleiter*innen werden hierfür freigestellt.

Wir sehen das als einen sehr wesentlichen Aspekt an, denn Anleitungen sollten nicht nebenher erfolgen, weil dies der Zeitdruck erfordert. In eine gute Anleitung muss Zeit und Herz investiert werden – nur so haben wir auch in den kommenden Jahren motivierte Auszubildende und Praxisanleitende.

Tatsache ist, Praxisanleitung ist eine unverzichtbare Schnittstelle, in der nicht nur Wissen, sondern auch Freude am Beruf vermittelt werden sollte.

Praxisanleiterin erklärt die Vorbereitung einer Infusion

Abb. 4 Ausbildungsleitung Severin mit einem Ihrer Schützlinge in der Anleitung

Die weiteren 90% werden durch unsere Pflegefachkräfte für spontane Lernanlässe genutzt und gelten somit auch als Lernzeit.

In jedem unserer Wohnbereiche sind mindestens 1-2 Praxisanleiter*innen Teil des Pflegeteams. Sie begleiten den Lernprozess und zeigen den Auszubildenden auf, was professionelle Pflege bedeutet. Wiederum erwarten wir auch von unseren Azubis eine hohe Lernbereitschaft und Engagement, denn nur so können sie ihre Ziele erreichen.

Zeitfenster ermöglichen es den Auszubildenden, festgelegte Arbeits- und Lernaufgaben zu erfüllen. Hier können vorhandene PCs und Drucker genutzt werden.

Für die Zeit der praktischen Ausbildung werden den Auszubildenden leihweise Fachbücher zur Verfügung gestellt und mit erfolgreichem Bestehen der Ausbildung gehen diese in deren Besitz über.

Im ZBI bin ich als „Zusatzkraft“ geplant. Hier arbeiten nur Fachkräfte. Man hat immer einen Ansprechpartner und ich habe niemals erlebt, dass man sich für Fragen keine Zeit genommen hat. (Josephine, 4.Ausbildungsjahr, berufsbegleitende Ausbildung)

Im ZBI habe ich noch nie jemanden mit den Augen rollen sehen oder genervte Antworten bekommen, wenn ich eine Frage hatte. Ein weiteres Plus für mich ist natürlich, dass ich die Arbeit im Bereich NeuroCare unheimlich spannend finde. (André, 4.Ausbildungsjahr, berufsbegleitende Ausbildung)

Eine Torte zur bestandenen Prüfung

Abb. 5 Ausbildung ist Teamwork - Auszubildende Alexandra

bedankt sich bei Ihren Praxisanleiterinnen

 

Neben dem Wohl der KlientInnen liegt der ZBI Gruppe die berufliche Weiterbildung der Pflegefachkräfte sehr am Herzen. Nach der Ausbildung ergeben sich so bei uns eine Vielzahl an Entwicklungsmöglichkeiten. Wie heißt es so schön: Man lernt nie aus!