Unsere Leistungen

In unseren Zentren und durch unsere ambulanten Pflegedienste bieten wir in der außerklinischen lntensivpflege die fachpflegerische Versorgung für Menschen

  • mit dem Bedarf an außerklinischer Beatmung
  • mit erworbenen Hirnschäden, insbesondere
    • Menschen im so genannten Wachkoma (UWS)
    • Menschen im minimalen Bewusstseinszustand (MCS; Phase F)

Dabei arbeiten wir in der Pflege ausschließlich mit dreijährig examinierten Pflegefachkräften, um eine bestmögliche Versorgung gewährleisten zu können. Diese werden durch modernste Technik in ihrer täglichen Arbeit unterstützt. Die dabei entstehenden Freiräume werden genutzt, um unseren Klienten ein Höchstmaß an Pflege und Betreuung zukommen zu lassen. Natürlich beschäftigen wir auch Betreuungskräfte, Servicekräfte und weitere Berufsgruppen, um die optimale Versorgung unserer Klienten sicherzustellen.

Hierzu zählt für uns natürlich auch die Betreuung und Pflege von Klienten am Lebensende. Pflege und Begleitung erfolgen dabei nach anerkannten Konzepten der allgemeinen und spezialisierten Palliativversorgung.

Unsere Leistungen im Überblick

Im Bereich NeuroCare betreuen wir Menschen mit Schädigungen des zentralen Nervensystems. Dazu zählen Menschen im sogenannten Wachkoma (UWS: Unresponsive Wakefulness Syndrome) und im minimalen Bewusstseinszustand (MCS: Minimally Conscious State) sowie Menschen mit anderweitigen erworbenen Hirnschädigungen.

Das Leistungsangebot der Fachpflege von Menschen im Wachkoma (Phase F) bezieht sich auf die Versorgung in der außerklinischen Langzeitrehabilitation, gemäß des Rehabilitationsphasenmodells A–G, von Menschen mit schweren und schwersten erworbenen Schädigungen des zentralen Nervensystems, insbesondere Menschen im sogenannten Wachkoma.

Um all diesen Menschen mit ihren individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden, kommt ein bedürfnisorientiertes Entwicklungsmodell zum Tragen.

Dies wird durch ständige fachspezifische interne und externe Fortbildungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichergestellt.

Ein weiterer wesentlicher Partner in dieser fachspezifischen Pflege sind die Angehörigen, Freunde und Bekannten unserer betroffenen Klienten. Daher bieten wir auch Workshops und Informationsveranstaltungen sowie gemeinsame Ausflüge an. Alles dies ermöglicht uns die Förderung der betroffenen Menschen im sogenannten Wachkoma oder MCS und lässt die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu.

Einer unserer Versorgungsschwerpunkte ist die Fachpflege von Menschen mit außerklinischer Beatmung (bei sog. respiratorischer Insuffizienz). Neben schweren Lungenerkrankungen wie der COPD (Chronisch-Obstruktive Lungenerkrankung), Lungenfibrosen und Lungenemphyseme gehören auch andere Krankheitsbilder zu den häufigsten Ursachen. Dies sind beispielsweise fortschreitende degenerative Erkrankungen des Muskel- und Nervensystems wie ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) oder auch MS (Multiple Sklerose), aber auch Zustand nach Schlaganfallgeschehen und hypoxische Hirnschäden.

Für uns steht dabei vor allem die pneumologische Langzeitrehabilitation im Vordergrund: Mit speziellen Therapieansätzen verbessern wir spürbar die Lebensqualität unserer Klienten, indem wir ihnen Schritt für Schritt mehr Teilhabe am Leben ermöglichen oder die Menschen hochprofessionell und adäquat in ihrer letzten Lebensphase (Palliative Care) begleiten.

"Die Zeit heilt leider nicht alle Wunden", sagt Sebastian Kruschwitz, Leiter des Fachbereichs Wundmanagement (Wundexperte/Pflegetherapeut Wunde ICW). Die Lebensqualität unserer Bewohner steht im Zentrum für Beatmung und Intensivpflege (ZBI) im Mittelpunkt. Deswegen haben wir auch einen spezialisierten Fachbereich "Wundmanagement" eingerichtet. So können wir jeden Wundpatienten individuell und mit größter Sorgfalt beraten und behandeln.

Der Fachbereich Wundmanagement arbeitet interdisziplinär mit allen an der Wundversorgung und -heilung Beteiligten zusammen. Vorrangig sind dies Kliniken, Ärzte und Pflegefachkräfte, die in die Wundversorgung eingebunden sind.

Eine besondere Herausforderung stellt die Behandlung von chronischen Wunden dar, die durch ihre Komplexität ein in höchstem Maße koordiniertes Wundmanagement erfordern. Die Versorgung und Therapie zielt auf Klienten mit chronischen und traumatischen Wunden, wie zum Beispiel postoperative Wundheilungsstörungen, Verbrennungen, Ulcus cruris, diabetisches Fußsyndrom oder Dekubitus ab.

In der ZBI Gruppe erfüllt die Wundversorgung die neuesten fachlichen und wissenschaftlichen Richtlinien. Dementsprechend stellen sowohl der Expertenstandard "Pflege von Menschen mit chronischen Wunden" (Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege, Osnabrück 2015) als auch die S3-Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Wundheilung e.V. die Grundlagen unserer Arbeit dar.

 

Unsere Vorteile im Überblick
  • Eigenständiger Fachbereich Wundmanagement unter qualifizierter Leitung
  • Auf jedem Wohnbereich ist ein ausgebildeter Wundexperte (ICW) Teil des Pflegeteams
  • Phasen- und klientengerechte individuelle Wundbehandlung
  • Therapieabstimmung und enge Zusammenarbeit mit den behandelnden (Fach-)Ärzten
  • Eine Kooperation mit anderen Fachbereichen und beteiligten Therapeuten (bspw. Physiotherapie, orthopädische Schuhmacher und Orthopädietechniker)
  • Schulung und Beratung von Klienten und deren Angehörigen durch das ausgebildete Fachpersonal
  • Durchführung auch komplexer Therapieformen wie z. B. Negative Pressure Wound Therapy (NPWT) nach Einzelfallentscheidung mit der zuständigen Krankenkasse

"Hoffnung begleitet unser Handeln, wir haben aber auch gelernt loszulassen." Dieser Satz aus unserem Pflegeleitbild verdeutlicht den Auftrag, den wir als Einrichtung der Phase F angenommen haben und leben wollen. Das große Ziel einer Einrichtung für Langzeitrehabilitation ist eine Entlassung, wenn möglich nach Hause. Dennoch sind die gesundheitlichen Schädigungen unserer Klienten manchmal irreversibel und so stark, dass im Pflegeprozess die Linderung der Symptome und die Verbesserung der Lebensqualität im Vordergrund stehen. Palliative und kurative Pflege stehen sich bei uns nicht im Weg, sondern sind gleichwertig Teil der Pflegemaßnahmen. Sie treten entsprechend der individuellen Bedürfnisse in den Vordergrund.

Fachbereichsleitung Palliativ Care: Roswitha Sterr

Die Versorgung und Betreuung unserer Klienten orientiert sich sowohl an individuellen Wünschen als auch an persönlichen und medizinischen Bedürfnissen. Dabei behalten wir stets den Kern unserer Bemühungen im Blick: das Wohl unserer Klientinnen und Klienten.

Aus diesem Grund bieten wir eine Vielzahl von Therapien, von Aromapflege und Musiktherapie über Ergo- und Physiotherapie sowie Logopädie bis hin zu Atem- und Körpertherapie. Auch alternative Therapiemethoden gehören zu unserem Repertoire. So können wir jedem Klienten eine individuelle Behandlung ermöglichen.

Die Therapie erfolgt in einem multiprofessionellen Team aus verschiedenen Therapeuten und Experten der unterschiedlichen Fachbereiche. Neben individueller Förderung sichern wir so die fachliche Richtigkeit und die stete Rückmeldung durch Kollegen.

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