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Impressionsfraktur

ist eine Eindrückungsfraktur, bei der ein Knochenstück durch direkte, meist punktuelle Gewalteinwirkung nach innen gedrückt wird. Diese Frakturform tritt typischerweise am Schädel, kann aber auch an anderen flachen oder spongiösen Knochen vorkommen – z. B. am Schienbeinkopf (Tibiakopf) oder an den Wirbelkörpern.

Mögliche Lokalisationen:

  • Schädeldach (häufigste Lokalisation)
  • Schienbeinkopf – besonders nach Sturz oder Sportverletzung
  • Wirbelkörper – z. B. bei axialer Krafteinwirkung oder Osteoporose
  • Becken oder Rippen (selten)

Ursachen:

  • Direkter Schlag oder Sturz auf die betroffene Stelle
  • Sport- oder Verkehrsunfälle
  • Arbeitsunfälle oder Gewalteinwirkung
  • Bei osteoporotischem Knochen auch durch geringe Krafteinwirkung

Symptome (je nach Lokalisation):

Schädel:

  • Sichtbare oder tastbare Eindellung
  • Kopfschmerzen, Übelkeit, Bewusstseinsstörung
  • Krampfanfälle, neurologische Ausfälle

Schienbeinkopf:

  • Schmerzen im Kniegelenk
  • Belastungsschmerz, Bewegungseinschränkung
  • Schwellung, ggf. Gelenkerguss

Wirbelkörper:

  • Rückenschmerzen (plötzlich oder anhaltend)
  • Bewegungseinschränkung
  • Neurologische Ausfälle bei Rückenmarkbeteiligung (selten)

Diagnostik:

  • Röntgen, CT oder MRT zur genauen Lokalisation und Beurteilung der Fraktur
  • Neurologische Untersuchung bei Schädel oder Wirbelsäulenbeteiligung
  • Gelenksonografie oder Punktion bei Schienbeinfrakturen mit Gelenkbeteiligung

Therapie:

Konservativ (bei stabilen Frakturen ohne Verschiebung):

  • Ruhigstellung, Schmerztherapie, Entlastung
  • Physiotherapie zur Mobilisation

Operativ:

  • Schädel: Anhebung des Knochens, ggf. Deckung mit Schädelplatte
  • Schienbeinkopf: Auffüllung des Eindrucks (z. B. mit Knochenzement), Fixierung mit Schrauben oder Platte
  • Wirbelkörper: Zementauffüllung (Kyphoplastie/Vertebroplastie) oder Stabilisierung mit Schrauben/Stäben

Pflegeaspekte:

  • Schmerzerfassung und -behandlung
  • Lagerung und Mobilisation angepasst an die betroffene Region
  • Überwachung neurologischer Funktionen bei Schädel- oder Wirbelfrakturen
  • Thrombose- und Dekubitusprophylaxe bei Immobilität
  • Postoperative Wundkontrolle
  • Anleitung zur Mobilisation mit Hilfsmitteln (z. B. Unterarmgehstützen)
Typ des Begriffes: definition
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