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Kognitiv

stammt vom lateinischen cognoscere („erkennen, wissen“) und beschreibt in der Medizin und Psychologie alle geistigen Fähigkeiten und Prozesse, die mit dem Denken, Erkennen, Erinnern, Verstehen, Lernen und Entscheiden zu tun haben. Kognitive Funktionen sind zentral für das alltägliche Handeln und die Selbstständigkeit eines Menschen.

Beispiele für kognitive Funktionen:

  • Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Gedächtnis (Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis)
  • Sprache und Sprachverständnis
  • Lernen und Wissenserwerb
  • Räumliche Orientierung
  • Urteilsvermögen und Entscheidungsfähigkeit

Kognitive Einschränkungen können auftreten bei:

  • Demenz (z. B. Alzheimer-Krankheit)
  • Schlaganfall
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Delir
  • Depression oder psychischen Erkrankungen
  • Hirntumoren, Epilepsie, MS
  • Medikamentenwirkungen oder Stoffwechselstörungen

Diagnostik:

  • Neuropsychologische Tests (z. B. Uhrentest, Mini-Mental-Status)
  • Angehörigenbefragungen
  • Bildgebung (MRT, CT bei Verdacht auf strukturelle Ursachen)
  • Labordiagnostik (z. B. Vitaminmangel, Entzündungsparameter)

Therapieansätze bei kognitiven Störungen:

  • Kognitives Training und Ergotherapie
  • Alltagsstrukturierung und Gedächtnishilfen
  • Medikamentöse Behandlung (z. B. bei Demenz)
  • Psychosoziale Begleitung
  • Förderung der Selbstständigkeit trotz Einschränkungen

Pflegeaspekte:

  • Beobachtung kognitiver Veränderungen (z. B. Vergesslichkeit, Desorientierung)
  • Anpassung der Kommunikation (einfach, ruhig, wiederholend)
  • Geduld und Empathie im Umgang mit Verwirrtheit oder Wortfindungsstörungen
  • Unterstützung bei der Alltagsbewältigung
  • Einbezug von Angehörigen und Gedächtnishilfen (z. B. Kalender, Orientierungsschilder)
Typ des Begriffes: definition
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