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Neuroplastizität

Neuroplastizität bezeichnet die Fähigkeit des Gehirns, sich strukturell und funktionell zu verändern – sei es durch Lernen, Erfahrung, Training oder nach Verletzungen. Das Gehirn ist also kein starres Organ, sondern in der Lage, neue Verbindungen zwischen Nervenzellen zu bilden oder bestehende umzubauen.

Formen der Neuroplastizität:

  • 🧩 Synaptische Plastizität: Anpassung an den Synapsen (z. B. bei Lernen & Gedächtnis)
  • 🔁 Kortikale Reorganisation: Umschaltung von Funktionen in andere Hirnareale
  • 🧪 Erholungsplastizität: Nach Schlaganfall oder Trauma übernehmen gesunde Hirnareale Aufgaben der geschädigten Regionen

Beispiele aus der Praxis:

  • Lernen neuer Bewegungen in der Physiotherapie
  • Sprachrehabilitation nach Schlaganfall
  • Gedächtnistraining bei Demenz
  • Anpassung bei Hör- oder Sehverlust (z. B. stärkere Nutzung anderer Sinne)
  • Spiegeltherapie oder Kinästhetik bei Hemiparese

Faktoren, die Neuroplastizität fördern:

  • Wiederholung & gezieltes Training
  • Motivation und Aufmerksamkeit
  • Vielfältige sensorische Reize
  • Frühe Rehabilitationsmaßnahmen nach Schädigung
  • Gute Ernährung, Bewegung und Schlaf

Pflegeaspekte:

  • Förderung von Aktivität und Selbstwirksamkeit
  • Individuell angepasste Reize (visuell, auditiv, taktil)
  • Regelmäßige Wiederholung therapeutischer Übungen
  • Geduld und Lob bei kleinen Fortschritten
  • Enge Zusammenarbeit mit Ergo-, Physio- und Sprachtherapie
Typ des Begriffes: definition
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